Da war doch noch was …

Ich war hier nun schon länger nicht mehr aktiv, aber so dunkel kann ich mich erinnern, dass Mia mich fragte … nun, es war schon unhöflich genug, so lange mit einer Antwort zuzuwarten. Verzeih‘.

MEINE FRAGEN AN EUCH:

1. Was macht dich glücklich?

Gedanken, die sich zusammenfügen. Die dann in Worte münden, die ich laut aussprechen muss, bevor mein Kopf zerplatzt. Und im besten Fall unvergessene Träume, im allerbesten Fall Evidenzerlebnisse hervorbringen.

2. Wie sieht für dich der perfekte Tag aus?

Schon lange nicht mehr passiert.

Aufwachen. Ausgiebig frühstücken. Durch das Land reisen. Am Abend erschöpft im Hotel ankommen. Nach der Nacht hast Du nicht gefragt.

3. Gibt es etwas in deinem Leben, was du zutiefst bereust?

Ich muss lange nachdenken, ist das ein gutes Zeichen?

Es gibt einiges, was ich anders machen würde, aber ich bereue nichts zutiefst.

4. Was ist deine frühste Kindheitserinnerung?

Ich weiß es nicht. Eine Auswahl:

Ein Traum, in dem sich ein dickes, gesichtsloses Michelin-Männchen mit einem dünnen (gibt es so etwas überhaupt?) matcht oder catcht.

Ein Haus neben dem Wald, wir waren auf Besuch. Der Blick darauf kommt von oben.

Ich rolle einen Erdhügel hinab, direkt ins Lagerfeuer (kling schlimmer als es war. Naja, heute zumindest).

Ich habe alleine im dreckigen Wasser einer Baugrube gespielt. Ich ging ebenso dreckig nach Hause. Meine Mutter zog mir neue, frische Sachen an. Ich ging wieder zur Baugrube.

Nachtrag (gefunden!):

Unsere Vermieterin sperrt mich in eine dunkle Kammer ein. Ich kann mich an ihr verärgertes Gesicht und an die alte Holztür erinnern. Da sich das ganze in unserem alten Haus abgespielt hat muss ich so um die 2 Jahre alt gewesen sein.

Aber Erinnerungen sind seltsam. Welche sind wirklich? Und welche sind nur eingebildet?

5. Hast du Angst vor dem Tod? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum?

Ich habe keine Angst vor dem Tod, wohl aber vor Siechtum und schleichender Krankheit.

Mir fällt derzeit kein Grund ein, warum ich davor Angst haben könnte. Es gibt aber Momente, wo ich denke, jetzt nicht.

6. Welches Buch liest du momentan?

Keines.

Demnächst: ‚Ich und du und Müllers Kuh‘ von Ariadne von Schirach.

Und danach möchte ich den Rohentwurf meines Horror-Drehbuchs (oder doch korrekt: Drehbuch meiner Horrorgeschichte) fertigstellen.

7. Wann hast du das letzte Mal geweint?

Auf der Beerdigung der Mutter meiner Ex-Freundin. Das ist jetzt ziemlich genau 9 Jahre her.

Tränen vergieß‘ ich dafür öfters. Bei traurigen Filmen oder Dokus, bei den Hundegeschichten von JanJan, …

8. Welche drei Dinge würdest du mitnehmen auf eine einsame Insel?

Einen Internetanschluss. In Ermangelung dessen eine aktuelle Enzyklopädie (der digitalisierte Inhalt sämtlich geschriebener Bücher soll ja auf einer Briefmarke Platz haben – in diesem Fall eine entsprechende Lupe).

Da es dort sehr oft regnet: einen Regenschutz.

Für die Zeit ohne Regen: ein Fernrohr.

9. Wenn du noch drei Stunden zu leben hättest, was würdest du tun?

Warten. Telefonieren. Reden. Trinken. Erinnern. Weinen. Sex haben (vielleicht). In den Armen meiner Liebsten sterben.

10. Was ist dein Lieblingsessen?

Erdäpfelgulasch.

11. Was bedeutet dir dein Blog?

Nun, er gibt mir die Möglichkeit Gedanken zu teilen, die ich im RL für mich behalte.

Ich finde es zB. faszinierend mich im Raum zu bewegen. Und dann denke ich über diesen Raum nach.

Damit sind wir wieder bei der 1. Frage angelangt und der Kreis hat sich geschlossen. Was mich spontan zur Frage führt, ob sich Kreise überhaupt schließen können?

Mia, danke für Deine anregenden Fragen.

Horch

Auch wenn ‚Wanda‘ – zumindest in Österreich – schon lange kein Geheimtipp mehr ist, so hatte ich bis vor kurzem gar keinen Bezug zu dieser Gruppe.

Vorgestern lief auf FM4 (was aber schon gar nichts mit GZSZ zu tun hat) der Song ‚Meine beiden Schwestern‘ mit einem ausgesprochen bemerkenswerten Text, dessen Interpretation von Bandleader Fitzthum ausdrücklich verneint wird. Aber ich finde das Lied auch sonst einfach nur geil.

Horcht selber.

Wanda, Meine beiden Schwestern

Hörenswert

Marina Kaye, Homeless

Ich liebe Musik. Und höre sie auch. Manchmal dort, wo ich sie am wenigsten vermute.

Ich wurde über eine GZSZ-Trailer (jahaa …) auf den Song aufmerksam, der sich langsam aber stetig meine Aufmerksamkeit verdiente und sich als suchenswert vorstellte.

Zwei Wochen und etliches Durchklicken von diversen GZSZ-Trailern (wie viele es davon gibt! :-)) später und Shazam sei dank wurde ich fündig.

Das Lied war zwar im Jahr 2015 in Frankreich und Belgien ein Hit und youtube über 25 Millionen Klicks wert, meines Wissens aber weder in Deutschland noch in Österreich so richtig bekannt. Aber vielleicht täusche ich mich auch.

Enjoy.

 

Viele Welten

In unserem Sonnensystem befindet sich nur die Erde in der habitablen Zone (Wasser liegt dauerhaft in flüssiger Form vor). Was wäre, wenn sich diese Zone nun auch auf die Venus und auf den Mars erstrecken würde?

Auch hier würde mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Leben entstehen. Nehmen wir einfach mal an, es würden auf der Venus zum heutigem Tage Steinzeitfrauen und auf dem Mars Menschen zu Zeiten der Antike leben.

Was würden die Menschen von den Raumsonden halten, die seit Ende der Sechziger Jahre des vorigen Jahrhundert auf diesen Planeten landeten?

Würden sie diese Sonden als Zeichen (eines) Gottes deuten?

Würde das die Erdmenschen zu Göttern erheben?