6 Gedanken zu “Wortbilder

  1. Das ist da mathematisch etwas ungenau beschrieben, oder?
    Vielleicht sagt ein Bild ja nur 1000,1 Worte aus. Andererseits wissen wir gar nicht, ob das proportional ist: Vielleicht nimmt die Bild-Wort-Relation von Bildern mit steigender Anzahl ab. Wahrscheinlich sollten Comicschreiber mehr Geld 💰 verdienen, soviele umgerechnete Worte wie die schreiben!

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    • Nun, ich habe mich der Einfachheit halber auf die natürlichen Zahlen bezogen. 0,1 Worte finde ich grässlich 😉

      Handelt es sich beim erwähnten Bild tatsächlich um eine in sich geschlossene Sache (Entität), oder ist ein Bild immer immer nur ein Ausschnitt des Ganzen? Dann, so denke ich , könnte man wohl meinen, dass auch zwei Bilder mehr – und nicht mehr – als 1000 Worte sagen.

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      • 0,1 Worte sind tatsächlich eher m- erkwürdig, stimmt. Man bedenke aber ferner, dass die 1.000 Worte – bewusst oder unbewusst- auch die eigentliche Aussage ins Gegenteil verkehren können und so zu 1.000 gelogenen oder zumindest unwahren Worten werden können: http://www.rhetorik.ch/Bildmanipulation/Bildmanipulation.html

        In einer gewissen Weise erinnert diese Frage mich an die Paradoxie des Haufens: https://de.wikipedia.org/wiki/Paradoxie_des_Haufens Denn: Wann ist ein Bild überhaupt ein Bild?
        Insofern möchte ich dir da zustimmen; ich denke, dass das Problem der Grenzziehung wirklich nicht leicht zu beantworten ist.

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      • Danke für den Hinweis auf die Haufen-Paradoxie – kannte ich noch nicht. Zeigt aber ganz gut unsere Probleme mit unserer Außenwelt. Der Unterschied zwischen einem Haufen und einem Nicht-Haufen scheint auf Messers Schneide zu stehen, wir übersehen mMn aber dabei, dass dieses Messer für unsere Betrachtung zwar essenziell aber nur eingebildet ist.
        Ich denke, es existieren gar keine Abgrenzungen, sondern nur solche, die wir dazu machen. Müssen wir ja, denn unser Leben besteht aus diesen Abgrenzungen und Kategorien:
        Ein einfaches Beispiel ist die Erde, die seit über 4 Billionen Tagen um die Sonne kreist. Dabei handelt es sich im Grunde nur um eine einzige (!), andauernde Bewegung.
        Wir unterscheiden immer – wir können gar nicht anders – in ein Davor und ein Danach, es gibt immer zwei Bilder. Aber diese zwei Bilder sind nur Momentaufnahmen des Lebensstroms, der für uns unsichtbar stetig fließt, weswegen die Summe dieser Bilder mehr ist als die Bilder selbst.

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      • Nun, vage Begriffe in exakte Größen zu gießen, ist wahrscheinlich einfach nicht möglich. Ich denke, dass das auch für das Sprichwort vom Bild gilt und das eher im übertragenen Sinn zu verstehen ist.

        “Ich denke, es existieren gar keine Abgrenzungen, sondern nur solche, die wir dazu machen.“ Wahrscheinlich kommt es darauf an.
        Ich bin ziemlich überzeugt davon, dass Mathematik nicht durch Menschen erfunden, sondern entdeckt wird- aber vage Begriffe wie “groß“ und “viel“ sind von uns dazu gemacht worden. Allerdings bin ich mir dann nicht sicher, wie es dann in mathematischen Teilgebieten wie der Kategorientheorie aussieht.

        “Ein einfaches Beispiel ist die Erde, die seit über 4 Billionen Tagen um die Sonne kreist.“ Wie kommst du auf 4 Billionen Tage? So weit ich weiß, wird das Alter der Erde auf ungefähr 4,5 Milliarden Jahre geschätzt, entspricht (vorausgesetzt ein Jahr besitzt die siderische Umlaufzeit des Jahres 2000 mit 365,26 Tagen/a) 1,66 Billionen Tagen. Oder beziehst du dich dabei darauf, dass die Tage früher aufgrund der höheren Rotationsgeschwindigkeit kürzer waren?

        “Wir unterscheiden immer – wir können gar nicht anders – in ein Davor und ein Danach, es gibt immer zwei Bilder.“ Naja, man könnte ja einfach in vor der Entstehung eines Planetisimalen und danach trennen,
        die Bewegung ist ja nie völlig gleichförmig, deswegen ist die Einteilung in Zeiträume ja auch recht sinnvoll. Spannend ist aber, dass bestimmte Bewegunsmuster immer wieder fast perfekt in zyklischer Form auftauchen: Neben der Erdrotation und Erdrevolution auch die Präzession und Nutation bspw.

        Wahrscheinlich sind wir einfach nicht an lange Prozesse gewöhnt. Ich finde es schon beeindruckend, wenn ein Baum seit tausenden Jahren an der selben Stelle steht, aber die Erde bewegt sich eben schon über einen etwas längeren Zeitpunkt ^^

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