Mein erstes Drehbuch II

  1. An erster Stelle steht immer die Geschichte, die ich erzählen will.

Deshalb habe ich mich auch mit dieser intensiv auseinandergesetzt, bevor ich mich mit dem Drehbuchschreiben befasst habe. Die Form war nebensächlich, denn 20 – 30 Seiten lassen sich auch im Nachhinein leicht formatieren. Auch Tipps und Anregungen von dritter Seite ließ ich außen vor, das hatte alles Zeit.

Am wichtigsten ist für mich – nach der Ideenfindung – die Plausibilität: Ist die Geschichte glaubhaft? Agieren die Charaktere nachvollziehbar? Gibt es Logiklöcher? Basieren Handlungen auf Zufälle? Die Handlung muss einfach Hand und Fuß haben.

In weiterer Folge stellte sich die Frage nach Verbesserungen: Ich ging jede Szene durch und nahm Veränderungen im Sinne von Verbesserungen vor (zumindest was ich dafür hielt). Das ging so lange, bis ich merkte, dass Änderungen nurmehr Änderungen bedeuteten und die Story nicht mehr voran brachte. Da wusste ich, ich bin mit der Rohfassung fertig.

Zwischenzeitlich hatte ich mir das Buch ‚Kurzfilm-Drehbücher schreiben‘ von Axel Melzener besorgt. Ich kann dieses nur jeden ans Herz legen, der sich mit dem Thema Kurzfilm auseinander setzen will.

Melzener schreibt selber Drehbücher, war an diversen  Projekten beteiligt und hat auch schon Preise gewonnen. Dass er aus der Praxis kommt beweist er mit seinem Buch eindrucksvoll.

Welche Tipps und Anregungen für mich wertvoll waren erzähle ich in meinem nächsten Beitrag.

Mein erstes Drehbuch

Obwohl ich in der Nähe einer Stadt mit einem beliebten Ausflugsziel in den Bergen wohne gibt es immer noch Wege, auf denen man stundenlang keinen Menschen trifft.

Vor ein paar Jahren bei einer Wanderung kam ich an eine abgelegene Hütte vorbei. Diese war der Auslöser für eine kleine Horrorstory, zu der ich eine erste Drehbuchfassung für einen Kurzfilm schrieb.

Das Stück geriet dann in Vergessenheit, nicht ohne das Ende noch auf eine Memo-Sprachnachricht zu fixieren.

Vor ein paar Wochen kam mir dieses angefangene Drehbuch wieder in Sinn. Ich habe (endlich) das Ende geschrieben, ein Kapitel hinzugefügt, ein paar Dinge noch verändert, umgeschrieben und seit dem 15. Oktober liegt nun die Rohfassung vor.

Mir macht es unheimlich Spaß daran zu arbeiten, Änderungen vorzunehmen, neue Geschichten zu erfinden, die Handlung umzustellen. Und diesmal bleibe ich dran. Denn mein Ziel ist es, aus diesem Drehbuch einen (Kurz)Film entstehen zu lassen.

In den nächsten Beiträgen berichte ich über meine Vorgehensweise, meine Erfahrungen und über die Dinge, die da kommen werden und hoffentlich auch mögen 😊

Paranormal

Vor ein paar Wochen weckte mich meine Freundin

wie so oft zärtlich am Morgen

Sie verließ das Zimmer

als ich plötzlich hinter meinem Rücken, dem rechten Bettende zu

so etwas wie die sanften Schritte einer Katze auf einer Bettdecke bemerkte

 

Na toll, dachte ich mir

hat sie meine Katze ins Schlafzimmer gelassen

was ich ja gar nicht mag

 

Diese Bewegungen hörten aber nicht auf

als ob eine Katze gleichmäßig auf meinem Bett hin und her schlich

 

Das fand ich merkwürdig

da meine Freundin mich normalerweise informierte

wenn meine Katze sich ins Zimmer schlich

und auch

weil sich meine Katze alsbald an meine Beine schmiegen würde

 

Ich verfolgte die Situation noch eine Weile

dann drehte ich mich um

und sah

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

nichts

 

 

Das hatte ich auch irgendwie erwartet

 

Ich war wach und habe nicht mehr gedöst

und muss daher diese Situation als reell einstufen

 

Es gibt genug Dokumentationen über solche Vorfälle

Ich habe mich dann immer wieder gefragt

reimen sich die Leute das nur zusammen

oder ist etwas Wahres dran

 

Ich dachte mir

vielleicht spinnen ein paar Leute

vielleicht auch viele

aber alle?

 

Jetzt weiß ich dass es so ist

 

Allerdings glaube ich nicht

an versteckte Botschaften

oder dergleichen

 

Die String-Theorie ist ein heißer Anwärter auf die Weltformel

die zwar nichts erklären kann

aber alles beschreiben soll

 

Dazu sind aber weitere Dimensionen

als unsere drei (vier) bekannten notwendig

Calabi-Yau-Mannigfaltigkeiten könnten

den Weg dazu weisen:

 

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Quelle: Wikipedia

 

Ich denke, wir leben in mehr als drei oder vier Dimensionen

die anderen bemerken wir bloß nicht

weil wir sie gar nicht brauchen

aber manchmal

brauchen sie vielleicht uns

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Zeit

Eines Tages im Jahre 2013 ging ich aus dem Haus und stolperte über einen Stein

darunter verbarg sich die Zeit

ich beschloss über sie nachzudenken

– diese Zeilen sind nur sinnbildlich zu verstehen😉

Ich las sehr viel über die Zeit

sah mir Videos an

diskutierte in Foren

Mit der Zeit änderte sich der Blick auf die Zeit

ich sah sie mit anderen Augen

ohne zu erkennen

was sie nun wirklich war

Nach einigen Monaten

nachdem sich mein Wissen

und meine Sicht darauf

etwas gesetzt hatte

kam diese Erkenntnis

plötzlich und unvermittelt stand sie da

als ob ein Schalter umgelegt wurde

ich hatte ab diesem Zeitpunkt die Gewissheit

das, was wir als Zeit beschreiben

der Bewegung entspricht

Es gibt keine Zeit sondern nur Bewegung

und an dieser machen wir unserer Zeit fest

sei es zB. als Tag, mit dem sich die Erde um sich selbst bewegt oder

als Jahr, mit dem sich die Erde um die Sonne bewegt

Die übliche Vorstellung von Zeit

ist eine äußerst praktische Erfindung

die uns weit gebracht hat

wenn auch nur als Illussion

 

Musiktipp: Requiem for wires, VNV Nation

Prolog

Ich hatte vor ca. fünf Jahren eine schwere berufliche Krise. Diese war jedoch interessanterweise Auslöser für eine extrem kreative Phase.

Innert weniger Tage hatte ich einen Roman über 180 Seiten verfasst. Witzigerweise hatten sich während des Schreibens Figuren aufgedrängt und um ‚Erscheinen‘ gebeten. Sie kamen und gingen, nicht ohne den Hinweis, später – in der Fortsetzung – vorbeischauen zu dürfen.

Es war eine extrem fruchtbare Zeit als Autor. Mir fällt hierzu ein Zitat aus dem Film ‚Ruby Sparks‘ ein, als Paul Dano, der die Figur des Calvin spielte, meinte, ‚der erfüllendste Moment eines Autors ist, wenn die Geschichte nicht von ihm, sondern durch ihn kommt‘.

Ich befasste mich weiters mit Philosophie und Physik (während meiner Schulzeit hasste ich dieses Fach), wie einen Schwamm sog ich die Dinge auf, schoss von einem Wikipedia-Hyperlink zum anderen und fraß mich genüsslich durch Wissen.

Bis ich dann feststellte, dass es nicht nur um Wissen sondern um das Erkennen geht.

Es war nicht die Suche nach Wahrheit, sondern das Finden von Klarheit.

Gedankenorgasmen

Ich habe mich in den letzten 5 Jahren intensiv mit den Themen Zeit, Raum und Sein beschäftigt.

So intensiv, dass es bei jedem dieser Themen schlussendlich zu einem Gedankenorgasmus kam 😆

Was das ist? Wie er sich äußert? Nun, ich nahm ihn entweder evident, fantastisch oder mystisch wahr.

Dazu mehr in den nächsten 3 Beiträgen.

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Was täten wir bloß ohne die Null. So zart und unscheinbar sie wirkt.

Sie hält die Welt im Gleichgewicht, denn alle Zahlen müssen durch sie hindurch.

Doch obwohl sie alle Lasten trägt, behält sie sich ihre Leichtigkeit und lässt sich von niemandem einschnüren. Man kann ihr nichts erzählen.

Sie zeigt keine Ecken und Kanten und macht sich damit unangreifbar, sie kennt weder Anfang noch Ende.